Schlafmedizin in ruhiger Umgebung
Fachzentrum für Schlafmedizin Düsseldorf
Für erholsamen Schlaf spielt eine freie und stabile Atmung eine wichtige Rolle. Schnarchen, nächtliche Atemaussetzer und ausgeprägte Tagesmüdigkeit können Hinweise auf eine schlafbezogene Atmungsstörung sein und sollten bei entsprechenden Beschwerden genauer abgeklärt werden.
Im Fachzentrum für Schlafmedizin des RKM 740 HNO in Düsseldorf verbinden wir schlafmedizinische Diagnostik mit der Untersuchung der oberen Atemwege. So lässt sich beurteilen, ob beispielsweise eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt und welche Faktoren zu Schnarchen oder nächtlichen Atemstörungen beitragen.
Die Behandlung richtet sich nach Art und Ausprägung der schlafbezogenen Atmungsstörung sowie nach den anatomischen Voraussetzungen. Nicht jedes Schnarchen ist eine Schlafapnoe – und nicht jede Schlafapnoe erfordert eine operative Behandlung.
Wann ist eine schlafmedizinische Abklärung sinnvoll?
Eine Untersuchung kann unter anderem sinnvoll sein bei:
- lautem oder unregelmäßigem Schnarchen
- beobachteten Atemaussetzern während des Schlafs
- ausgeprägter Tagesmüdigkeit
- nicht erholsamem Schlaf
- morgendlichen Kopfschmerzen
- Konzentrations- oder Leistungsproblemen
- trockenem Mund beim Aufwachen
- häufigem nächtlichem Erwachen
- nächtlicher Unruhe
- einer bereits bekannten Schlafapnoe mit Fragen zur weiteren Behandlung
- Problemen mit einer bestehenden PAP- oder Schienentherapie
Gerade beobachtete Atemaussetzer und ausgeprägte Tagesmüdigkeit sollten schlafmedizinisch eingeordnet werden.
Schlafmedizinische Diagnostik
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Dabei wird geklärt, wie sich die Beschwerden äußern, seit wann sie bestehen und ob Schnarchen, Atemaussetzer, Tagesmüdigkeit oder andere Schlafprobleme im Vordergrund stehen.
Je nach Fragestellung können unterschiedliche diagnostische Verfahren eingesetzt werden.
Ambulante Schlafmessung
Eine nächtliche Untersuchung kann wichtige Informationen über Atmung, Sauerstoffversorgung und schlafbezogene Ereignisse liefern.
Im RKM 740 HNO kommen unter anderem die ambulante Polygraphie und WatchPAT zum Einsatz. Die Messung erfolgt zu Hause und wird anschließend ärztlich ausgewertet.
Dadurch lässt sich beurteilen, ob Hinweise auf eine schlafbezogene Atmungsstörung oder eine obstruktive Schlafapnoe bestehen.
Weiterführende Schlafdiagnostik
Bei bestimmten Fragestellungen kann eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor erforderlich sein. Eine Polysomnographie erfasst zusätzliche schlafmedizinische Parameter und ermöglicht eine differenziertere Beurteilung des Schlafs. Die Untersuchung kann bei uns sowohl ambulant mit Übernachtung im Hotel im Gebäude als auch stationär in unserem Schlaflabor durchgeführt werden.
HNO-Untersuchung der oberen Atemwege
Zusätzlich zur nächtlichen Schlafmessung werden Nase, Rachen und obere Atemwege untersucht. Beurteilt werden dabei unter anderem die Nasenatmung, Nasenscheidewand und Nasenmuscheln sowie Gaumensegel, Rachenraum und Zungengrund.
So lässt sich einordnen, ob und an welcher Stelle anatomische Faktoren die nächtliche Atmung beeinflussen.
Medikamentös induzierte Schlafendoskopie (DISE)
Wenn eine operative Behandlung oder die Anpassung einer Unterkieferprotrusionsschiene als Alternative zur nächtlichen Überdrucktherapie (PAP-Therapie) erwogen wird oder die Ursache einer Verengung nicht eindeutig zuzuordnen ist, kann eine medikamentös induzierte Schlafendoskopie, kurz DISE, sinnvoll sein.
Dabei werden die oberen Atemwege während eines medikamentös eingeleiteten Schlafzustands mit einem flexiblen Endoskop untersucht. So lässt sich erkennen, in welchen Bereichen relevante Verengungen oder ein Kollaps der Atemwege auftreten.
Die Untersuchung kann helfen, die weitere Behandlung gezielter zu planen.
Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe
Schnarchen entsteht durch Schwingungen von Gewebe in den oberen Atemwegen. Solange die Atmung dabei stabil bleibt, handelt es sich nicht automatisch um eine Schlafapnoe.
Bei einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es während des Schlafs wiederholt zu Verengungen oder Verschlüssen der oberen Atemwege. Die Atmung wird dadurch beeinträchtigt und der Schlaf wiederholt unterbrochen. Eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe kann mit gesundheitlichen Folgen und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall verbunden sein. Sie sollte daher ärztlich abgeklärt und entsprechend behandelt werden.
Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe
Welche Therapie geeignet ist, hängt vom Befund, vom Schweregrad einer möglichen Schlafapnoe und von den anatomischen Verhältnissen der oberen Atemwege ab.
Je nach Situation kommen nichtoperative und operative Behandlungsverfahren infrage.
PAP-Therapie
Bei einer obstruktiven Schlafapnoe kann eine PAP-Therapie – beispielsweise als CPAP- oder APAP-Therapie – eingesetzt werden.
Über eine Maske wird während des Schlafs ein positiver Atemwegsdruck erzeugt, der die oberen Atemwege offen hält. Einstellung und weitere Betreuung richten sich nach dem individuellen Befund.
Unterkieferprotrusionsschiene
Bei geeigneten Patient:innen kann eine Unterkieferprotrusionsschiene, kurz UKPS, eine Behandlungsoption sein.
Die Schiene verlagert den Unterkiefer während des Schlafs nach vorne und kann dadurch den Raum im Bereich der oberen Atemwege vergrößern.
Im RKM 740 erfolgt die zahnmedizinische Anpassung der Schiene in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der RKM 740 Zahnmedizin.
Behandlung der Nasenatmung
Eine eingeschränkte Nasenatmung kann den Schlaf zusätzlich beeinträchtigen und die Anwendung anderer Therapien erschweren.
Abhängig von der Ursache können zunächst konservative Maßnahmen sinnvoll sein. Bei ausgeprägten anatomischen Engstellen kommen beispielsweise eine Korrektur der Nasenscheidewand oder eine Verkleinerung der Nasenmuscheln infrage.
Weitere Informationen finden Sie unter Fachzentrum für Nasenmedizin.
Operative Schnarch- und Schlafapnoetherapie
Eine Operation kann erwogen werden, wenn relevante anatomische Engstellen vorliegen und sich daraus eine sinnvolle operative Behandlungsstrategie ableiten lässt.
Je nach Befund können Eingriffe an der Nase, am Gaumensegel oder an anderen Bereichen der oberen Atemwege infrage kommen.
Welche Operation geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand des Schnarchgeräusches entscheiden. Entscheidend sind der schlafmedizinische Befund, die HNO-Untersuchung und bei entsprechender Fragestellung die Schlafendoskopie.
Interdisziplinäre Schlafmedizin
Schlafbezogene Atmungsstörungen können unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern. Deshalb arbeiten im RKM 740 verschiedene Fachbereiche zusammen.
Bei einer Unterkieferprotrusionsschiene erfolgt die Versorgung in Zusammenarbeit mit der Zahnmedizin. Je nach Befund können weitere Fachdisziplinen in die Behandlung einbezogen werden.
Die Behandlung kann so gezielt an den jeweiligen Befund angepasst werden.
Verlaufskontrolle und Nachsorge
Auch nach Beginn einer Therapie sind Verlaufskontrollen wichtig. Dabei wird beurteilt, ob sich nächtliche Atmung, Beschwerden und Tagesmüdigkeit verbessert haben.
Abhängig von der Behandlung können erneute Schlafmessungen sinnvoll sein. Auch eine PAP-Therapie oder Unterkieferprotrusionsschiene kann im Verlauf überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Patient, die mit einer Schlafmaske versorgt wurden, können in der RKM 740 HNO zusätzlich telemedizinisch begleitet werden.
Nach operativen Behandlungen werden zusätzlich Heilungsverlauf und anatomischer Befund kontrolliert.
Ambulante und stationäre Behandlung im RKM 740
HNO-Praxis, Operationsbereich und Bettenstation befinden sich im RKM 740 unter einem Dach.
Wenn eine operative Behandlung erforderlich ist, kann diese abhängig von Art und Umfang des Eingriffs ambulant oder mit stationärer Betreuung erfolgen.
Diagnostik, Operation und Nachsorge können dadurch eng aufeinander abgestimmt werden.
Schlafmedizin bei Prof. Dr. Christoph Bergmann
Die Schlafmedizin gehört zu den besonderen Schwerpunkten von Prof. Dr. med. Christoph Bergmann.
Sein Schwerpunkt umfasst die Diagnostik und Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen sowie konservative und operative Therapieverfahren bei Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe.
Von FOCUS Gesundheit wurde Prof. Bergmann wiederholt als Top-Mediziner im Bereich Schlafchirurgie ausgezeichnet.
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Wir freuen uns auf Sie.
Häufige Fragen
Ist Schnarchen immer eine Schlafapnoe?
Nein. Schnarchen kann ohne relevante Atemaussetzer auftreten. Ob zusätzlich eine obstruktive Schlafapnoe besteht, lässt sich durch eine schlafmedizinische Untersuchung beurteilen.
Welche Symptome können auf eine Schlafapnoe hinweisen?
Hinweise können lautes und unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, nicht erholsamer Schlaf, ausgeprägte Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme sein. Auch bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Vorhofflimmern kann eine Abklärung auf eine mögliche Schlafapnoe sinnvoll sein.
Wie wird eine Schlafapnoe untersucht?
Je nach Fragestellung können eine ambulante Schlafmessung mit Polygraphie oder WatchPAT sowie eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor eingesetzt werden. Ergänzend werden die oberen Atemwege HNO-ärztlich untersucht.
Wann ist eine Schlafendoskopie sinnvoll?
Eine Schlafendoskopie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die genaue Stelle einer nächtlichen Atemwegsverengung geklärt werden soll oder eine operative Behandlung geplant wird.
Wann kommt eine Unterkieferprotrusionsschiene infrage?
Eine UKPS kann bei geeigneten Patient:innen mit Schnarchen oder bestimmten Formen der obstruktiven Schlafapnoe eingesetzt werden. Ob sie geeignet ist, wird anhand der schlafmedizinischen und zahnmedizinischen Befunde entschieden.
Muss eine Schlafapnoe immer mit einer Maske behandelt werden?
Nein. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Schweregrad, den anatomischen Verhältnissen und weiteren individuellen Faktoren ab. Neben einer PAP-Therapie können bei geeigneten Patient:innen auch eine Unterkieferprotrusionsschiene oder operative Verfahren infrage kommen.
Wann kann eine Operation helfen?
Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn anatomische Engstellen wesentlich zur nächtlichen Atemwegsverengung beitragen. Welche Strukturen behandelt werden sollten, wird nach entsprechender Diagnostik festgelegt.
Ihre Anreise
Das Fachzentrum für Schlafmedizin im RKM 740 HNO liegt zentral in Düsseldorf und ist sowohl aus dem Rheinland als auch aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Patient:innen aus der Region und darüber hinaus finden bei uns eine spezialisierte Diagnostik und Behandlung von Schnarchen und schlafbezogenen Atmungsstörungen.
Adresse
RKM 740 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. med. Christoph Bergmann
Pariser Str. 89
40549 Düsseldorf
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